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Montag, 29. Mai 2017

Die Schuld der Genderisten am islamischen Terror

Willkommen an der progressiven "nächsten Grenze der 'Befreiung'", wo die dringlichste Frage der westlichen Demokratien "Genderismus" ist. North Carolina erlitt einen einjährigen Boykott, bis es sein Transgender-Toilettengesetz zurückzog. Im vergangenen Monat bat die Nationale Lehrergewerkschaft in Großbritannien die Regierung, Kinder ab zwei Jahren in neuen Transgender-Theorien zu unterrichten. New York hat vor kurzem die erste "Trans-Puppe" vorgestellt. Amerikanische Universitäten sind hysterisch über die korrekte Verwendung von neutralen Pronomen. Auch National Geographic, anstatt über Löwen und Elefanten zu schreiben, begann, über die "Gender-Revolution" zu berichten. Eine der ersten Ankündigungen von Emmanuel Macron als gewählter französischer Präsident war, dass er Beamte aus einer "Gendergleichheits"-Liste ernennen werde. Was bedeutet es, dass diese Gender-Manie jede Ecke der westlichen Gesellschaften und Kultur durchdringt? Laut Camille Paglia, der gegenläufigen Feministin, ist es ein Zeichen des Niedergangs der westlichen Zivilisation. In ihrem neuen Buch, Free Women, Free Men, schreibt sie: "Die Zivilisationen haben immer wiederkehrende Zyklen durchgemacht." Extravaganzen von Gender-Experimenten gehen dem kulturellen Zusammenbruch voraus, wie sie es sicherlich in der Weimarer Republik getan haben. "So wie damals gibt es Kräfte, die sich außerhalb der Grenzen formieren, zerstreute fanatische Horden, wo der Kult der heroischen Männlichkeit nach wie vor enorme Kraft hat." Dann fragt sie: "Wie ist es passiert, dass so viele der kühnsten und radikalsten Jugendlichen der Welt sich heute nur durch sexuelle Identität definieren? Es gab einen Zusammenbruch der Perspektive, der sicherlich gemischte Konsequenzen für unsere Kunst und Kultur hat und vielleicht die Fähigkeit von westlichen Gesellschaften untergraben kann, die vehement gegensätzlichen Überzeugungen von anderen, die uns nichts gutes wünschen, zu verstehen oder auf sie zu reagieren. Transgender-Phänomene vermehren sich und verbreiten sich in "späten" Phasen der Kultur, wenn sich religiöse, politische und familiäre Traditionen abschwächen und Zivilisationen ihren Niedergang beginnen." Es ist kein Zufall, dass diese Obsession mit Gender aus der westlichen Kultur heraus in den neunziger Jahren entstand, dem Jahrzehnt des Friedens und des Wohlstands vor dem 11. September. Das Jahrzehnt war frei von jeglicher existentieller Angst, konzentrierte sich auf den Monica-Lewinski-Skandal und wurde von Francis Fukuyamas "Ende der Geschichte" dominiert. Laut Rusty Reno, Herausgeber der First Things, ist die Gender-Ideologie ein Symbol für unsere Epoche der "Schwächung" und zeigt auf eine globalisierte Zukunft, die von den Herdgöttern der Gesundheit, des Reichtums und der Freude regiert wird. Die Hohepriester dieser Ideologie berücksichtigten jedoch nicht den Aufstieg des radikalen Islam. Bevor die französischen Städte Paris, Nizza und Rouen unter den Angriff der Dschihadisten gerieten, hatte die französisch-sozialistische Regierung nur eine kulturelle Priorität: das "ABC der Gleichstellung der Geschlechter". Der Name kommt von einem umstrittenen Programm, das Frankreichs Frauenrechtsministerin Najat Vallaud-Belkacem in 500 Schulen gestartet hatte. Nach der Genehmigung der gleichgeschlechtlichen Ehe glaubte die französische Regierung offensichtlich, dass sie auch eine kulturelle Revolution fördern müsse. Laut Bildungsminister Benoît Hamon, der bei den letzten Präsidentschaftswahlen kläglich versagt hat, sind die Schulen "ein Schlachtfeld". Die Hälfte der Schüler boykottierte den Unterricht in "Gendertheorie". Dann haben französische Behörden den Studenten lächerliche Bücher wie Daddy trägt ein Kleid aufgedrängt. Es wäre komisch gewesen, wenn die folgenden Jahre nicht so tragisch gewesen wären. Was tatsächlich diese französischen Illusionen zerstört hat, war der islamische Terrorismus. Die Auswirkung dieser Gender-Ideologie auf die westliche Kultur ist die Ablehnung des kritischen Geistes in Verbindung mit einem "Kitsch-Appell an die Sentimentalität, gegen die Vernunft". Die gleiche genderbesessene Kultur weigert sich, den Burkini als islamistisches Werkzeug zu sehen und verwandelt ihn stattdessen in ein Symbol der Menschenrechte. Die Konsequenz ist, dass die dschihadistische Bedrohung nur als eine unannehmbare Störung der westlichen Lebensstile wahrgenommen wird. Europa riskiert, alle seine historischen Geschenke zu verlieren: Menschenwürde, Gewissensfreiheit, Religionsfreiheit, Meinungsäußerungsfreiheit und seine kolossale Kultur. Die erotokratischen französischen Eliten waren nicht vorbereitet auf das, was sich als der schwerste Terrorangriff seit 9/11 herausstellte. Frankreich, das vom "ABC der Gleichheit" besessen war, wurde unvorbereitet und in Erwartung, abzurüsten, getroffen, als Terroristen es am Tag der Feier der Gleichheit angriffen. In Frankreich gab es einfach keinen öffentlichen Widerstand gegen das Scharia-Gesetz und die dschihadistische Ideologie. Vergiftet mit der Obsoleszenz der Identität, war der einzige Feind, den diese französischen Eliten kennen, patriarchalische Privilegien, denn für sie kommt Herrschaft ausschließlich von weißen, männlichen Europäern. Die Präsidentschaft von Emmanuel Macron wurde bereits von Gender-Aktivisten gefeiert. "Macron ist wie ein Hauch frischer Luft in diesem Land", sagte Natacha Henry, eine Schriftstellerin über Genderfragen, der New York Times. "Ich glaube, er hat gewonnen, weil er keine Macho-Leistung gebracht hat, und das ist es, was wir brauchen." Die Anästhesierung durch eine Obsession mit Genderrechten scheint nach Terrorangriffen zu einer starren Fixierung der Länder geworden zu sein. Bald nachdem die Dschihadisten im Jahr 2004 auf Spanien gezielt hatten und es gezwungen hatten, seine Truppen aus dem Irak zurückzuziehen, umarmte die sozialistische Regierung von Jose Luis Zapatero das Narrativ der Genderideologie, einschließlich des gay-freundlichen "Diversity"-Trainings an den Grundschulen. Das "Zapatero-Projekt" basierte auf dem "Hohn der Natur, der Neuerfindung von dem, was menschlich ist, die Erhöhung des Verlangens". Die Jahre des ehemaligen US-Präsident Barack Obama wurden auch durch eine "Obsession" mit Transgender-Rechten geprägt. Obsession mit Gender ist eine bequeme Ablenkung, um Dinge zu vermeiden, die schwieriger und weniger angenehm sind. Es gibt ein Sprichwort, dass Zivilisationen von innen zerstört werden können, statt durch Armeen von außen. Wenn der Westen sich nicht verpflichten will, westliche Gesellschaften und Werte zu bewahren, wird er fallen. Und sein außerordentlicher Fortschritt, zusammen mit all diesen Genderrechten, wird durch die Dunkelheit überdeckt. Laut Camille Paglia: "Eine rein säkulare Kultur riskiert Hohlheit und, paradoxerweise, stellt selbst die Falle des Aufstiegs fundamentalistischer Bewegungen auf, die ominös versprechen, zu reinigen und zu disziplinieren". Wie etwa - benennen wir es - der radikale Islam. Giulio Meotti, Kulturredaktor für Il Foglio, ist italienischer Journalist und Autor. Quelle: https://de.gatestoneinstitute.org/10438/gender-kultur-verfall

Sonntag, 28. Mai 2017

Asylanten, Attentäter und warum Donald Trump recht hat

Markus Somm, Redakteuer der Baseler Zeitung schrieb am 27. Mai 2017: Wenige Tage nach dem Anschlag in Manchester ein Bild jener, die jedes Mal, wenn so etwas geschieht, wortreich ihr Entsetzen, ihre Solidarität beteuern, die sie nichts kostet und dabei einen Teil der Verantwortung tragen für den Horror, den einfache Leute nun überall im Westen und darüber hinaus erleiden: Die Regierungschefs der Nato-Staaten reihen sich im Hauptquartier der Nato in Brüssel auf, um sich eine Rede von Donald Trump anzuhören, dem neuen amerikanischen Präsidenten, den sie nie gewählt hätten, was man ihren gequälten Gesichtern ansieht. Wenn sie etwas erleiden, dann höchstens diese Rede. die politische Elite Europas (und Nordamerikas), die etwas betrauert, was sie selber zum Teil verursacht hat und sich nach wie vor weigert zu ändern. Wenn es einen Grund gibt, warum diese gut ausgebildeten, hoch bezahlten, sorgfältig frisierten, mit Chauffeuren und Assistentinnen ausgestatteten Herrscher diese Rede des Ungeliebten hören müssen, dann diesen: dass sie versagt haben. Man hört es nicht gern in diesen Kreisen. Doch wenn die Politiker des Westens nicht mehr in der Lage sind, zu verhindern, dass kleine Mädchen wie Saffie aus politischen Gründen von islamistischen Tätern jederzeit und überall abgeschlachtet werden, dann sind sie überflüssig geworden. Staaten oder Verteidigungsbündnisse, die die Sicherheit ihrer Bürger nicht mehr garantieren, sind nichts wert; eine politische Elite, die in fast sämtlichen Fragen, die uns Sorgen machen, scheitert, ist womöglich die falsche Elite, die es dringend auszuwechseln gilt. Dass sie nun hier in Brüssel stehen, etwas betreten, hat damit zu tun: Trump wäre nie ins Weisse Haus eingezogen, hätte Barack Obama, sein Vorgänger, nicht acht Jahre mit einer Silberzunge geredet, aber nur Schrott hinterlassen. Der neue französische Präsident, Emmanuel Macron, stünde nie hier in der Sonne, etwas unsicher noch, wenn auch sympathisch, wenn sein Vorgänger François Hollande nicht fünf Jahre lang sein wunderbares Land weiter ruiniert hätte. Angela Merkel schliesslich versagt und steht immer noch hier, was gerade in ihrem Fall kaum zu verstehen ist, es sei denn, man ist ein deutscher Wähler: Ob Euro, ob Brexit, wohin sie die Briten geradezu getrieben hat, ob Griechenland, Energiewende oder Flüchtlingskrise: Merkel hat so viele Fehler begangen, dass vielleicht darin der Grund zu suchen ist, warum sie unverwundbar geworden ist. Man hat aufgehört zu zählen und glaubt es gar nicht, dass ein Politiker, der so bescheiden auftritt, so oft andere in den Abgrund stösst. «Dieser mutmassliche terroristische Anschlag», sagte Merkel mit Blick auf Manchester, «wird nur unsere Entschlossenheit stärken, weiter gemeinsam mit unseren britischen Freunden gegen diejenigen vorzugehen, die solche menschenverachtenden Taten planen und ausführen. Deutschland steht an Ihrer Seite.» Selten klang eine Solidaritätsadresse so unaufrichtig. «Wir schaffen das.» Die gleiche Frau hat vor zwei Jahren Millionen von Menschen wahllos, ungeprüft nach Europa eingeladen, die aus Ländern kamen, wo man wusste, dass die Terroristen viele junge Männer (und ein paar Frauen) angeworben hatten und es nach wie vor tun. Wenn sich unter 1000 Flüchtlingen ein einziger Terrorist verbirgt, dann reicht es für einen Anschlag in Manchester oder München oder Mannheim. Es braucht eine gewisse Chuzpe, so zu reden, Krokodilstränen zu vergiessen, wenn man das Krokodil nur «mutmasslich» für schlimm hält. Wie anders redet Trump: Und jedes Mal, wenn er gerade bei Verstand ist und dann etwas sagt, leuchtet mir ein, warum diese Elite des Status quo – nicht nur hier in Brüssel, sondern auch in Washington – ihn so hasst und bekämpft. Denn er hat recht, und die, die ihn bekämpfen, wissen es. Donald Trump hat recht, wenn er die gescheiterte Immigrationspolitik des Westens unter anderem für Manchester verantwortlich macht. Er hat recht, wenn er in Brüssel im Nato-Hauptquartier sagt, 23 von 28 Mitgliedstaaten leisteten nicht ihren fairen Beitrag, weil sie zu wenig für die Verteidigung einsetzten, obwohl sie es versprochen hatten. Gerade als Schweizer, die wir in Brüssel häufig als «Trittbrettfahrer» und «Rosinenpicker» denunziert werden, tut es gut, diese Liste des Egoismus zu studieren. Zwei Prozent des Bruttoinlandproduktes, darauf haben sich die Nato-Staaten 2006 verständigt, sollte jedes Land für die Verteidigung ausgeben. Nur fünf kommen ihren Verpflichtungen nach. Die USA (3,6 Prozent, Angaben für 2016), Griechenland (2,3), Grossbritannien (2,2), Estland (2,1) und Polen (2,0). Alle anderen liegen zum Teil weit darunter, so vor allem Merkels Deutschland: Das mächtigste Land Europas zahlt bloss 1,2 Prozent für seine Verteidigung, noch übler sieht es bei Belgien aus, ausgerechnet, das bloss 0,8 Prozent beisteuert, das ist Rang 27, nur Luxemburg zahlt noch weniger (0,4). Im Gegenzug für diese miserable Zahlungsmoral des belgischen Staates hat die Nato in Brüssel, der belgischen Hauptstadt, vor Kurzem ein neues Hauptquartier bezogen, in das über eine Milliarde Euro investiert worden ist. Trump hat recht, wenn er betonte, er habe nie gefragt, wie viel das Glasgebäude gekostet habe. «Aber es ist schön» – auch für diesen Sarkasmus des New Yorker Milliardärs hätten sie ihm Gift geben können. Und Trump hat schliesslich recht, wenn er sagt, 119 Milliarden Dollar mehr hätte man 2016 im Kampf gegen den Terrorismus und eine unkontrollierte Einwanderung stecken können, wenn die anderen Nato-Staaten das beigetragen hätten, wozu sie verpflichtet wären. Die Regierungschefs Europas standen da vor Donald Trump wie Schulbuben und -mädchen, die etwas angestellt hatten. Etwas peinlich berührt wirkten sie, vor allen Dingen ertappt, sie tuschelten wie kleine Kinder, versuchten Scherze, obwohl sie wussten, der Lehrer hatte sie erwischt und jetzt im Griff. Es war ein grosser Auftritt von Donald Trump, dem Aussenseiter, den sie hassen und deshalb bekämpfen. Quelle: http://bazonline.ch/ausland/europa/donald-trump-hat-recht/story/20414327